Schneller PC mit SSD

Was bringt wirklich Geschwindigkeit in deinen PC/Notebook?

Zuviel des Guten!

Ich hatte diese Woche schon wieder so einen Fall: Eine Studentin brachte mir ihr vermutlich virenverseuchtes Notebook, dass sie dringend für die Arbeit brauchte.

Es stellte sich jedoch heraus, dass kein Virus sondern eher ein Übermaß an Vorsicht hier das Problem verursachte. Zu viele installierte Antivirus- und sogenannte Optimierungsprogramme haben sich wohl gegenseitig auf den Füßen gestanden.

Aufräumen.

Einmal herzhaft die Keule geschwungen und das Problem war erst einmal erledigt.

Was allerdings noch nicht gelöst war: Das recht neue und auch ganz brauchbar bestückte Notebook war für mein Gefühl schneckenlahm. Also ich möchte damit nicht arbeiten. Und für die Uni ist das sicher erst recht nicht das Richtige.

Was war passiert?

Leider setzen viele Marketingabteilungen immer noch auf die Wirkung großer Zahlen. Und dummerweise funktioniert das auch noch! Man kann ein Notebook mit einer 1TB-Festplatte, 1 TeraByte = fürs Marketing manchmal besser 1.000 GigaByte, besser verkaufen als mit einer wesentlich schnelleren, aber nur 240 GigaByte großen SSD.

Größer ist besser?

Dabei wird außer Acht gelassen, dass kaum jemand solche Datenmengen tatsächlich benötigt. In den allermeisten Fällen werden Notebooks für Büroarbeit in irgendeiner Form genutzt. Und mit der fortschreitenden Verbesserung von Diensten wie Google Drive bzw. Docs werden nicht mal mehr diese Dokumente auf einer lokalen Platte gespeichert.

Wo benötige ich Geschwindigkeit?

Solange es hauptsächlich um die genannten Büroanwendungen geht brauche ich weder einen superschnellen Prozessor noch Unmengen an Arbeitsspeicher. Ich brauche ein Gerät. dass schnell startet, zuverlässig ins Internet geht und mich flüssig arbeiten lässt.

Mit einer 1- /2- oder auch 4-TeraByte Festplatte (HDD) läßt sich ein Systemstart kaum in unter einer Minute bewerkstelligen. Mit einer SSD geht das in kaum 10 Sekunden!

Und nach dem Start?

Auch der Start der Office Software oder des Internet Browsers geht viel schneller. Das Öffnen und Speichern von Dokumenten geht ruckzuck. So macht die Arbeit wieder Spaß!

MIT SSD Aufrüsten!

Bei einem (Desktop-)PC geht das recht einfach: SSD kaufen, einbauen, System installieren, fertig. Die alte Platte kann im System bleiben und die darauf liegenden Daten kann man auf das aktuelle System rüber kopieren oder verschieben. Archive und Backups können ruhig auf der langsamen Platte bleiben.

Bei Notebooks gibt es -insbesondere bei den 17”-Modellen– Geräte mit einem freien Einbauschacht für eine zweite Festplatte. Hier ist die Vorgehensweise die Gleiche wie bei einem PC. Sollte jedoch kein freier Schacht vorhanden sein, bleibt nur der Austausch.

Datensicherung.

Für den Fall, dass die auf der vorhandenen Festplatte liegenden Daten noch benötigt werden, empfiehlt es sich, diese Daten auf eine externe Festplatte zu sichern. Man kann natürlich auch von der ausgebauten Platte die Daten runter ziehen; dafür muss aber sichergestellt sein, dass beim Ausschalten Windows auch komplett beendet wurde, also nicht im “Schnellstart”-Modus eingeschlafen ist. Sonst wir das nämlich nichts mit dem Einhängen an einem laufenden System.

Installieren.

Auch wenn ausnahmsweise mal ein Installationsdatenträger vorhanden sein sollte, ist es wahrscheinlich sinnvoller, sich mittels Microsofts Medienerstellungstool einen aktuellen USB-Stick für die Installation selbst anzufertigen. Eine schnelle Internetverbindung sollte man dafür schon haben, da dafür über 3 GByte Daten herunter geladen werden müssen.

Sinnvoll ist es deshalb, weil Windows nach der Installation sowieso nach der neuesten Version sucht und die dann nach und nach, das heißt mit vielen Neustarts, installiert. Das braucht kein Mensch.

 

#1 selbst machen (ab ca. 70 Euro nur Material)

SSD bestellen

und für die Installation im Desktop PC noch einmal Zubehör

falls nicht vorhanden, USB-Stick gleich mitbestellen

als Nächstes das

herunterladen und den Stick damit präparieren. Der Stick wird dabei komplett überschrieben. Falls dafür ein bereits vorhandener USB-Stick verwendet werden soll, vorher Daten sichern.

Als nächstes die neue SSD einbauen, BIOS auf UEFI-Boot einstellen und Windows neu installieren.

Die Daten von der alten Platte kann man mit einem

wieder laden, falls Windows vor dem Ausbau richtig beendet wurde. (Schnellstart aus)

 

#2 beim PC Doc machen lassen (ab ca. 170 Euro inkl. Material)

  1. Termin vereinbaren und PC/Notebook mit Material bringen und abholen
  2. Termin vereinbaren und PC/Notebook ohne Material bringen und abholen

in letzterem Fall bitte eine Vorauszahlung für das Material mitbringen.

 

#3 Installation vor Ort (ab ca. 240 Euro inkl. Material)

Wenn der PC/Notebook Ihr Büro nicht verlassen soll/darf, dann geht das natürlich auch.

Anrufen und Termin vereinbaren! Wenn mehrere Geräte gleichzeitig aufgerüstet werden sollen, wird es etwas günstiger. Falls die Arbeit übers Wochenende gemacht werden soll, etwas teurer.

Diese Option beinhaltet auch die Netzwerk- und Druckerinstallation, und was es sonst noch an Gerätschaften in Ihrem Büro gibt. 😉

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